|
Am 11. im Ernting 3807 n. Sthg. verließ uns unserer Freund und Kamerad, Sven-Enrico, allen bekannt unter seinem Spitznamen „Atze“. In den frühen Morgenstunden hörte sein Herz auf zu schlagen, jegliche Versuche ihn zurück ins Leben zu holen waren vergeblich. Es konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Schon vor einigen Jahren ereilte Atze, einen für ihn, doch sehr schweren Schicksalsschlag. Durch einen Badeunfall wurde Atze, der viel Sport trieb, fortan an den Rollstuhl gefesselt. Dennoch ließ er sich dadurch nicht beirren und machte weiter wie zuvor. Er hielt fest an seinen Idealen und den Werten wonach er strebte. Seinen Mut und seinen Stolz, weiterhin fürs Vaterland zu streiten, in der heutigen Zeit, dazu noch in seinem eingeschränkten Zustand, hat er nie verloren. Er gab sich der Bewegung aufopfernd hin, egal, ob er dabei manchmal zu kurz kam. Ihm war sein Streben für ein besseres Deutschland wichtiger, als alles andere. Viele Konzerte stellten wir zusammen auf die Beine und hatten dabei unseren Spaß. Ich erinnere mich nur zu gerne daran, wie Atze voller Eifer mit dem Rollstuhl auf die „Pogofläche“ düste und kaum noch zu bremsen war. Er war eine reinste Frohnatur und brachte so manch einen von uns mit seiner Art zum Lachen. Am 24. im Ernting versammelten sich etwa 80 bis 100 Kameradinnen und Kameraden zur Beerdigung in einem kleinen Ort Nahe Elsterwerder, um ihm die letzte Ehre zu erweisen und zum letzten Geleit treu zur Seite zu stehen. Auch wenn er seine letzten Tage in Berlin Schöneweide verbrachte und manch einer von uns einige Stunden Fahrt auf sich nehmen musste, haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns von ihm zu verabschieden. Die Beerdigung dauerte etwa anderthalb Stunden, bis sich alle auf Ihre Art und Weise verabschiedeten. Danach versammelten sich einige von uns noch ein Dorf weiter, in einer Gaststätte, wo Atze, als er noch in seinem Elternhaus lebte, öfter anzutreffen war. Wir tranken auf Atze und ließen diesen traurigen Tag in geselliger Runde zum Ende kommen. Am 25. im Ernting folgte dann noch eine kleine Gedenkfeier mit musikalischer Begleitung bei unserem Kameraden Klaus. Er hielt eine kleine Rede und brachte unseren Unmut und unsere Trauer über den Verlust nochmals zum Ausdruck. Wir hielten eine Schweigeminute ab, wo alle Anwesenden auch Anstand bewiesen und mitmachten. Gemeinsam sangen wir dann noch die erste Strophe des Liedes „Ich hatt´einen Kameraden“ und ließen den Abend mit den Musikern ausklingen. Dies war unser kleines Dankeschön an Atze, für all das, was er für uns und andere getan hat. Während der Veranstaltung konnte auch jeder eine kleine Spende abgeben. Wir möchten auch Euch liebe Kameradinnen und Kameraden bitten, uns zu helfen einige Spenden über den JVA-Report zu sammeln. Auch wenn es vielleicht nur kleine Beiträge sind, dennoch wollen wir seine Familie unterstützen, damit sie die Unkosten, die für die Beerdigung auftraten, decken können. Wir bedanken uns im Voraus bei Euch. Spendengelder können auf folgendes Konto überwiesen werden: Stefan Richardt, Kto: 100 539 006, BLZ: 28 550 000, Sparkasse Leer/Wittmund Als Verwendungszweck bitte SVEN-ENRICO angeben. In diesem Sinne nehmen wir Abschied von unserem getreuen Kameraden Atze. In unseren Herzen wirst Du immer bei uns sein und im Geiste weiter mit uns in unseren Reihen gehen. Mein Freund, in Walhalla werden wir uns wiedersehen! Ruhe in Frieden! In Treue fest, Glory & Rudi, sowie der Rest Deiner Kameraden und Freunde
|
|
|