Rechtsextremist Mahler steht
Ende April in Erding vor Gericht
Erding
– Der mehrfach vorbestrafte Rechtsextremist Horst Mahler muss sich Ende April in
Erding erneut vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 72-Jährigen Volksverhetzung, Verwenden von
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung vor. Für die
Verhandlung am 28. April sei der Journalist und frühere Vizepräsident des
Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, als Zeuge geladen, sagte
der Direktor des Erdinger Amtsgerichts, Wolfgang Helbig, am Mittwoch. In dem
Verfahren geht es um ein Interview, das Friedman für das Magazin "Vanity Fair"
mit Mahler geführt hatte. Mahler soll das Gespräch mit "Heil Hitler" begonnen
und den Holocaust geleugnet haben. Friedman hatte nach dem Treffen in einem
Hotel am Münchner Flughafen selbst Anzeige erstattet.
Das Magazin hatte das auf zehn Heftseiten
abgedruckte ausführliche Interview als Bloßstellung der deutschen Rechtsextremen
gerechtfertigt. Auch Friedman selbst hat seine Mitarbeit an dem Interview gegen
die Kritik verteidigt, er habe Mahler ein Forum geboten. Mahler war Mitgründer
der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) und später Mitglied und
Anwalt der rechtsextremen NPD. Zuletzt war er im November in Cottbus wegen
Zeigens des Hitler-Grußes zu einem halben Jahr Gefängnis ohne Bewährung
verurteilt worden. Da Verteidigung und Staatsanwaltschaft gegen das Urteil
Berufung eingelegt haben, ist die Strafe noch nicht rechtskräftig. Mahler hatte
zuvor bis zum August 2007 eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung verbüßt.
[www.merkur-online.de]
[Teil 1 Interview mit Horst Mahler zum nachlesen]
[Teil 2 Interview mit Horst Mahler zum nachlesen]
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